Achtsamkeit bedeutet für mich:

Achtsamkeit bedeutet für mich, möglichst viele Dinge fokussiert zu verrichten. Es handelt sich um eine Vorgehensweise, die aus dem Buddhismus stammt. Hier spielen Meditationen eine große Rolle. Deshalb ist sie eine Haltung, die allen Meditationen zugrunde liegt.

Keine Meditation kommt also ohne Achtsamkeit aus, man kann aber achtsam leben, ohne zu meditieren. Insofern vermischen sich häufiger die Begrifflichkeiten. Heutzutage beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Wirkung von Meditation. Damit ist zwangsläufig auch die Achtsamkeit gemeint.

Achtsamkeit ist eine Form der Aufmerksamkeit

Hierbei handelt sich um einen klaren Bewusstseinszustand, der es erlaubt, jede innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment vorurteilsfrei wahrzunehmen und zuzulassen.

Du lässt geschehen, was sich im gegenwärtigen Moment abspielt, ohne es zu bewerten oder mit weiteren Gedanken auszuschmücken. Was passiert, kannst du nicht ändern, du kannst nur deine Einstellung zu diesem Zustand ändern, wenn du dich bisher mit eigener Vorstellung da eingemischt hast.

achtsamkeit

Wenn du Achtsamkeit ernsthaft und regelmäßig praktizierst, stellst du fest, dass für Glück und Lebensfreude nicht äußere Zustände verantwortlich sind. Du entwickelst einen klaren, stabilen Geist, der es dir erlaubt, auch in schwierigen Lebensumständen und Situationen mit der Kraft deiner inneren Quelle verbunden zu bleiben.

Das zieht heilsame Auswirkungen nach sich.

Ein erhältst ein klares Verständnis deiner selbst und hinsichtlich deines eigenen Lebens.

Du findest deine inneren Kräfte und kannst deine selbstgesteckten Grenzen überwinden.

Du wirst nicht mehr von Gedankenströmen durchflutet, sondern beruhigst und stabilisierst deinen Geist.

Du bist deinen emotionalen Belastungen, wie Stress und widrige Umstände besser gewachsen.

Mit dir selbst bist du geduldiger und mitfühlender und kannst dich besser akzeptieren, so wie du bist.

Weniger ängstlich, seltener deprimiert sein. Impulskontrolle entwickeln: Nicht mehr so oft heftig aufbrausend sein. Negative Emotionen in sinnvolle Kanäle lenken. Selbstbestimmter und selbstbewusster handeln. Freundlich aber bestimmt Grenzen setzen.

Mehr Gleichgewicht, Stabilität, Souveränität und Lebensfreude entwickeln und diese auch angesichts schwieriger Situationen oder Lebensumstände behalten. Sind die Wirkungen von Achtsamkeit wissenschaftlich erwiesen?

5 Achtsamkeitsübungen

Wenn du Achtsamkeit praktizierst, dann ist es so, dass du dich voll auf das Hier und Jetzt konzentrierst. Du bist im jeweiligen Augenblick deines Tun’s. Du lässt keine anderen Gedanken zu, die dich von der Gegenwart ablenken.

  1. Einfach mal innehalten. Zwischen den verschiedenen Abschnitten unseres vollgepackten Tages bietet sich einfaches Innehalten an, um zwischendurch Kraft zu tanken und zur Ruhe zu kommen.
  2. Meditation in Achtsamkeit: bewusst gehen. Die Zeit, während du gehst, kannst du nutzen, um dich zu fokussieren und deine Gedanken zu beruhigen.
  3. Achtsamkeitstraining: bewusst atmen. Für die Atemübung kannst du etwas mehr Zeit einplanen, sie dauert etwa zehn bis 20 Minuten. …
  4. Achtsamkeitsübung: achtsam essen. Das Frühstück oder Mittagessen eignet sich ebenfalls dazu, Achtsamkeit zu trainieren. Spüre vor der Mahlzeit in dich hinein: Hast du Hunger oder Appetit?
  5. Achtsamkeitsmeditation: dankbar sein. Diese Achtsamkeitsübung eignet sich besonders für abends, kurz vor dem Schlafengehen.

Wenn du achtsam bist, kannst du gelassen leben

achtsamkeit ist auch aufmerksamkeit

Mit Achtsamkeit gelassen leben. Welche Bedeutung hat das für dich? Wie schon gesagt, ist Achtsamkeit eine besondere Form von Aufmerksamkeit. Du befasst dich bei deinen bewussten Handlungen ganz und gar mit der Sache selbst.

Sei es, du beobachtest die Vögel auf den Ästen oder beim Fliegen oder die Natur selbst. Du achtest auf den Wind in den Bäumen und das Schwingen ihrer Wipfel.

Du genießt deinen Morgenkaffee ganz bewusst. Du spürst den Geschmack in deinem Mund, den Duft in deiner Nase. Du gibst dich vollkommen dem gegenwärtigen Moment hin ohne andere, vorbeihuschende Gedanken zu beachten.

Das bringt Entspannung für diese Lebensmomente. Durch deinen Kopf strömen zwar unendliche Gedanken, aber du lässt sie vorüberziehen. Du hängst dich nicht an und entwickelst daraus neue Gedankenkonstrukte. Stelle einfach eine Frage an dein Gehirn. Welcher neue Gedanke kommt jetzt? Und siehe, es kommt plötzlich eine Pause und kein neuer Gedanke. Das ist schon ein Teil deiner Achtsamkeit, für die du keine Mühe aufwenden musst.

In der Gegenwärtigkeit sein, bringt dir viele Vorteile

Wenn du dir deiner Achtsamkeit bewusst bist, dann kannst du dich fokussieren auf Dinge, die du im Moment tun willst. Die Wirkung ist, dass dir zu deinem Tun immer mehr Sachen einfallen, die im Zusammenhang damit stehen.

Auch wenn du mit einem anderen Menschen sprichst und ihm aufmerksam zuhörst, dann übst du Achtsamkeit aus. Dein Gegenüber fühlt sich verstanden und fühlt sich wohl dabei. Das gleiche bewirkt diese Achtsamkeit bei dir selbst. Du bist nicht mit deinen eigenen Gedankenkonstrukten verstrickt, sondern schenkst deinem Gesprächspartner deine volle Aufmerksamkeit. Das ist das Leben, wie es gelebt werden will.

Welche Wirkung hat deine Achtsamkeitspraxis?

achte auf deine gedanken

Wenn du täglich achtsam bist, dann übst du dich in Besonnenheit. Du besinnst dich auf die Dinge, die du tun willst. Und diese Dinge brauchen innere Ruhe und Ausgeglichenheit.

Wenn du achtsam und aufmerksam lebst, haben die äußeren Umstände für dich nicht mehr so ein großes Gewicht. Du befindest dich in deiner Mitte, d.h. ganz bei dir selbst und schaust auf die Situationen, die um dich herum sind, viel gelassener und mit einem gewissen Abstand.

Du kannst die Frage stellen, ob das, was gerade passiert, dich selbst betrifft oder ob du mit Abstand die Sache betrachten kannst. Wenn du dich nicht sofort mit der gerade stattfindenden Situation identifizierst, gibt es keine so große Aufregung.

Eckhard Tolle hat schon ausgeführt, dass du eine Situation im jetzigen Moment eigentlich nur akzeptieren kannst. Sie ist jetzt nicht veränderbar, also nimm sie an, wie sie ist. Das bringt dich in einen ruhigen Geist.

Sei gegenwärtig im Hier und Jetzt

Wenn du unaufmerksam bist und dich von den täglichen Begebenheiten beeinflussen lässt, dann verlierst du deine Achtsamkeit. Es ist deshalb von großer Bedeutung, den Gedankenfluss in ruhige Bahnen zu lenken und zu überprüfen, ob du tatsächlich voll und ganz bei dem bist, was du gerade tust oder sagst.

Das ist natürlich eine Übungssache. Von vorherin gelingt es nicht sofort, das ist unsere menschliche Natur. Deshalb wird mit der Achtsamkeitsübung eine neue Gewohnheit angezielt, damit sich diese dann mit der Zeit fest in dir verankern kann. Lass nicht alle vorbeiziehenden Gedanken von dir Besitz ergreifen, ertappe sie dabei, dass du sie gar nicht haben willst.

Das ist eine Achtsamkeitsübung, die einfach ist, aber immer wiederholt werden will. Du hast ja noch gut im Kopf, wie du z.B. Autofahren gelernt hast oder eine neue Sprache oder überhaupt etwas Neues. Mit der Achtsamkeitspraxis ist es nichts Anderes. Alles im Leben, vom Kleinkind an und bis heute erlernen wir durch Wiederholung.

Mit Achtsamkeit gelassen leben, das ist damit gemeint

bewusst achtsam

Wenn du mit Achtsamkeit dein Leben bereicherst, dann erzielst du eine neue Haltung in deinem privaten und beruflichen Alltag. Du kannst dann eventuell aufkommenden Stress und Belastendes besser bewältigen und mit deinen zornigen Gefühlen viel besser umgehen.

Durch Achtsamkeit nimmst du deine Umgebung viel tiefer wahr und nimmst die Dinge so an, wie sie sind. Es kommt dir dann nicht in den Sinn, sie verändern zu wollen, weil das sowieso gar nicht geht. Du kannst weder Dinge noch andere Menschen verändern, das kannst du nur bei dir selbst.

Das beachten die meisten Menschen nicht, denn sie wollen Veränderung für andere und vergessen, dass sie das von Natur aus gar nicht können. Jeder Mensch kann nur selbst die Veränderung sein, die er im Leben erzielen möchte. Da hilft kein Schimpfen auf Situationen, die sind. Entweder du kümmerst dich selbst um eine Änderung oder Verbesserung und wartest nicht darauf, dass andere das für dich tun.

In den Nachrichten hören wir ununterbrochen, dass man das was geschieht, nicht akzeptiert, nicht will, nicht erlaubt und wer weiß noch was mehr. Das sind Worte und sie sagen, dass sie dies oder das verlangen.

Wer aber hat einen Anspruch darauf, etwas von anderen zu verlangen. Vor allem, wenn er selbst gar nichts dafür tut. Also ist es überhaupt nicht nötig, sich mit diesen Dingen zu befassen. Eine Veränderung der Lebenssituation kann nur durch eigenes Beispiel und eigenes Tun herbei geführt werden.

Unterschied zwischen Achtsamkeit und Aufmerksamkeit

bewusst achtsam sein

Im Buddhismus wird gelehrt, dass es sich bei der Achtsamkeit um die Fokussierung auf etwas handelt, was innen und außen bei gleichzeitigem Gewahrsein abläuft. Bei der Aufmerksamkeit heißt es, dass es darum geht, einen kleineren Teil vom Rest zu isolieren, um es dann zu betrachten und analysieren.

Wenn du dich jedoch nicht im Besonderen mit dem Buddhismus beschäftigst, sondern Achtsamkeit praktizieren willst, dann ist es vollkommen in Ordnung, wenn du – wie hier beschrieben – dich hauptsächlich auf dich selbst besinnst und dich und deine Umgebung in ganz natürlicher Weise wahrnimmst.

Achtsamkeit geht zwar noch tiefer als Aufmerksamkeit, aber der Weg ist doch das Ziel und bedarf keiner großen Definition, was gut oder besser sein könnte.  Aufmerksam zu sein, ist schon ein großer Schritt dahin, sich im Einklang mit dem Leben zu befinden. Alle weiteren Schritte hin zur Achtsamkeit führen dich auf das Ziel hin, ein friedvolles und achtsames Leben zu führen.

Wenn du aufmerksam bist, erlangst du immer mehr Kenntnis darüber, was der Sinn des Lebens ist. Und dafür nimmst du dir vor, dich möglichst in jeder Situation auf die dazugehörige Handlung zu konzentrieren. Mehr ist eigentlich nicht zu tun. Dennoch ist das eine neue Gewohnheit, die erst einmal geübt werden muss.