Innere Leere selbst füllen

8 Tipps, um deine innere Leere wieder zu füllen:

  1. Achtsamkeit: Achtsamkeit ist Gewahrsein, deine Gedanken und die dadurch entstehenden Gefühle zu entwickeln
  2. Meditation ist innere Einkehr, sich von dem lauten Außen zurückzuziehen
  3. Bewegung kann von zu vielen Gedanken ablenken
  4. Neue Erfahrungen beschäftigen dich mit neuen Dingen
  5. Gute Gesellschaft bringt Freude und neue Lichtblicke
  6. Kreativität lässt dich von deiner Leere Abstand gewinnen
  7. Eine Therapie im Falle, dass sich mit allen Maßnahmen nichts ändert.
innere leere selbst füllen

Wie fühlt sich innere Leere an?

Fühlst du dich manchmal innerlich leer? Ist es ein Gefühl als ob du nicht mehr wirklich am Leben teilnimmst?

Du begegnest Menschen, die an dir vorbeigehen wie Schatten, die du kaum wahrnimmst. Keiner ist in dem Moment deiner inneren Leere für dich eine Hilfe.

Du überlegst, wie du dieses Gefühl der Einsamkeit in dir beseitigen kannst, aber womit? Es ist ein emotionaler Hunger, der dich dann in einen körperlichen Hunger bringt, indem du nach essbaren Dingen Ausschau hältst.

Wenn es dann noch arger wird, könnte es dich in eine Abhängigkeit mit Drogen, wie z.B. Alkohol, Tabletten oder noch schlimmeres bringen.

Wenn du dich dann damit vollstopfst, hast du erst einmal eine Empfindung der Sättigung. Diese beruhigt dich im ersten Moment. Leitet dich aber in die Irre, denn es ist eine körperliche Zufriedenheit und keine seelische.

Und bringt dich in eine Abhängigkeit von giftigen Substanzen.

Wir alle kommen manchmal in gewissen Zeiten in ein seelisches Tief und wissen gar nicht, warum. Meistens leitet es sich von äußerlichen Situationen ab, denen jeder Mensch ausgesetzt ist, der mit anderen Menschen in Kontakt ist.

Wenn es uns gelingt, nicht alle Begebenheiten des Lebens als unlösbar anzusehen, dann können wir uns Schritt für Schritt aus diesem Tief heraus hangeln.

In erster Linie kannst du das aber nur für dich selbst tun. Anderen kannst du Trost spenden und sie unterstützen. Aus ihrer inneren Leere kannst du sie jedoch kaum befreien. Das kann nur jeder für sich selbst.

Wenn es gar nicht gelingt, die innere Leere mit Gutem zu füllen, dann ist es ratsam, kompetente Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wenn wir aber der Sache auf den Grund gehen, dann finden wir möglicherweise den Auslöser und können uns damit beschäftigen, aus dieser Lage zu entkommen.

innere leere

Wie entsteht innere Leere?

Innere Leere hat ganz unterschiedliche Ursachen. Plötzliche Ereignisse, wie zum Beispiel der Verlust eines geliebten Menschen, eines Jobs oder auch Heimweh, können ebenso ein Auslöser sein, wie eine frühe traumatische Erfahrung.

Solche Ereignisse allein reichen aber für die Entstehung innerer Leere nicht aus. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen. 

Wenn du einen Psychologen aufsuchst, wird er dich über zwei mögliche Gründe deiner inneren Leere aufklären:

  1. Wenn wir im Außen den Grund für unsere innere Leere suchen, geben wir anderen die Schuld für unser seelisches Leid.
  2. Wenn wir uns selbst beschuldigen, dann zweifeln wir an unseren Fähigkeiten, Erfolg haben und das Leben mit Freude leben zu können.

Die Antwort auf den ersten Punkt ist, dass wir zwar selbst für vieles, was uns geschieht, verantwortlich sind. Und dass wir uns oft mit äußeren Umständen auseinandersetzen müssen, die wir nicht selbst hervorgerufen haben.

Es kommt im Wesentlichen darauf an, wie wir damit umgehen. Förderlich ist es, wenn wir solche Ereignisse in eine Richtung lenken können, die eine Lösung in Aussicht stellt. Auch für eine missliche Situation gibt es immer wieder Auswege.

Wenn wir hinfallen, dann wäre die einzige Lösung, wieder aufzustehen oder es wenigstens zu versuchen. Wenn es nicht geht, dann wird Hilfe da sein oder wir bitten darum.

Wer oder was war dann schuld? Der Umstand, dass wir ein Hindernis nicht gesehen haben oder umgeknickt sind oder andere Möglichkeiten. Da gibt es gar keine Schuld, die wir jemand zuweisen können, sondern es ist einfach passiert.

Zum zweiten Punkt ist zu sagen, dass bei einem Misserfolg nicht unsere Unfähigkeit für irgendetwas ein Auslöser ist. Fehler machen gehört einfach zum Leben dazu und kann als Erfahrung verbucht werden.

Wenn wir eine innere Leere verspüren, neigen wir dazu, uns genau umgekehrt zu verhalten. Sobald etwas nicht erfolgreich ist, reden wir uns schnell ein, nicht gut genug zu sein. Wir verfallen in ein Minderwertigkeitsgefühl.

Bei einem Erfolgserlebnis sagen wir uns einfach, dass wir Glück gehabt haben.

Diese Erklärung ist fehlerhaft. Wir können keinen Stolz über unseren Erfolg empfinden und sagen, dass es eben ein Glücksfall war. Damit entwickeln wir kein Selbstwertgefühl und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Solche Bewertungsmuster erlernen wir im Kindesalter und speichern sie – wie andere Verhaltensmuster auch – unterbewusst ab. Wenn wir als Kind von den Eltern oder Lehrern häufig gehört haben, dass wir wenig taugen, dann verfestigt sich dies.

Wir werden in einer Art und Weise geprägt, die uns für unser späteres Erwachsenenleben negativ beeinflusst. Leider erhalten wir dadurch ein verzerrtes und sehr unheilvolles Bewertungsmuster. Die innere Leere werden wir deshalb auch nicht so leicht wieder los.

innere leere selbst füllen

Was kannst du dagegen tun?

Da Verhalten und Bewertungen erlernbare Prozesse sind, habe ich vier Tipps für dich, mit denen du lernen kannst, deine innere Leere zu besiegen.

1. Übe dich in Achtsamkeit

Versuche, dich intensiv mit dir selbst, deinen Emotionen und Gedanken auseinanderzusetzen und sie zu überdenken. Hierzu kannst du z.B. ein Tagebuch über deine Gedanken, Gefühle, Ängste und Wünsche führen.

Durch das Aufschreiben machst du sie für dich beobachtbar und holst die zerstörerischen Gedanken aus deinem Inneren hervor. Auch Meditation oder Yoga können dir dabei helfen, deiner Einstellung und deinen Gefühlen dazu tiefer auf den Grund zu gehen. 

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2 Innere Leere mit neuen Erlebnissen beleben

Anstatt deine innere Leere kurzfristig mit Sucht- und Konsummitteln zu füllen, suche dir neue Aktivitäten und Erlebnisse, die interessante Eindrücke bringen und positive Erinnerungen aufkommen lassen.

Fokussiere dich auf Einzelheiten, die dir guttun oder Sachen, die du immer schon einmal machen wolltest. Probiere etwas Neues aus, was du noch nie getan hast.

Studien haben gezeigt, dass Glück und Zufriedenheit tiefer wahrgenommen werden, wenn man seine Erfahrungen mit anderen Menschen teilt. Wenn du Freunde hast oder Familienmitglieder, kannst du sie daran teilhaben lassen.

Suche dir eine neue Sportart, unternimm etwas mit deinen Vertrauten oder mache einen Ausflug mit deiner Familie.

3. Verbringe Zeit mit Menschen, die dir etwas bedeuten

Mache dich nicht abhängig von der Beurteilung und Anerkennung anderer Personen. Soziale Kontakte sind wichtig im Leben. Man sollte aber darauf achten, dass sie einem guttun und nicht herunterziehen.

Wenn sie an dir herumnörgeln, sind sie nicht der richtige Umgang für dich. Wohlwollende Kritik ist hilfreich, wenn sie dir hilft und dich darauf aufmerksam macht, was du eventuell besser tun kannst.

4. Suche dir kompetente Hilfe

Sollten die genannten Tipps nicht helfen, deine innere Leere zu heilen oder du Hilfe brauchst, dann könnte eine Psychotherapie der richtige Weg für dich sein.

Dafür muss man aber einen wirklich kompetenten Therapeuten finden. Das ist nicht immer einfach.

Dennoch ist es wichtig, wenn du diese innere Leere schon über einen längeren Zeitraum hast und sich trotz deiner Lösungsversuche keine Besserung einstellt. 

Wenn du deinen Hausarzt zurate ziehst, wird er dir sicherlich mit geeigneten Vorschlägen für einen geeigneten Therapeuten weiterhelfen.

Wie macht sich Innere Leere bemerkbar?

Innere Leere kann viele Gesichter haben: Manchmal fühlst du dich von deinen Gefühlen und Bedürfnissen abgeschnitten. Manchmal erlebst du innere Leere als tiefe Sehnsucht und Einsamkeit.

Du fühlst dich so, als wärst du in ein tiefes Loch gefallen und findest nicht mehr heraus. Eine Verletzung durch eine Begebenheit hält dich in der Angst gefangen.

Dann suchst du dir vielleicht Zerstreuung mit Ablenkungen am Tag, wirst aber in der Nacht um deinen Schlaf gebracht. Deine düsteren Gedanken und Gefühle legen sich auf dein Herz und lassen dich nicht in Ruhe.

Innere Leere ist oft ein Zustand des Mangels. Dir fehlt die Freude, die Aufmerksamkeit von lieben Menschen, die Zuwendung oder Bindung mit Menschen, die dir wichtig sind.

Wenn du herausgefunden hast, was deine innere Leere verursacht, dann kannst du daran gehen, Schritt für Schritt aus deiner tiefen Leere und Traurigkeit herauszukommen, um dann ein Licht am Ende des Tunnels zu erspähen.

Dafür musst du aber erst deinen Schmerz herauslassen, damit wieder Platz für Freude und Liebe entstehen kann. Du bist gefragt, dich mit dir selbst auseinander zu setzen, um herauszufinden, wo du ansetzen kannst.

Fange ganz klein an und erkenne, was du in deinem Leben schon Gutes hast, was schön und liebenswert ist. Es gibt neben der tiefen Leere auch noch Dinge, für die du dankbar sein kannst. Baue diese Gedanken weiter aus.

Es ist nicht alles schwarz, sondern irgendwo blinkt vielleicht ein schwaches Licht, das dir aus der Finsternis den Weg heraus leuchtet. Wenn du in deiner Verzweiflung bleibst, wird es schwierig, neue Pfade zu erkennen.

Deshalb mach dir eine Liste mit zwei Spalten:

  1. Eine für die dir schrecklich vorkommenden Dinge, aus denen du heraus willst.

2. Und eine für Sachen, für die du dich gut fühlst und die du entwickeln kannst.

Wenn du dir handschriftlich eine Liste mit Dingen aufschreibst, die du gern machen würdest, hangelst du dich langsam in eine bessere Richtung, wo du dann noch mehr Eingebungen haben wirst.

Es hat im Leben immer etwas damit zu tun, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Erfolgreich kann es sein, wenn wir uns mit Ideen beschäftigen, die uns Freude bereiten und uns weiter bringen.

In düsteren Gedanken zu verharren, bringt weitere düstere Gedanken mit sich und führt dann – wenn es schlecht läuft – in eine innere Leere.

innere leere selbst füllen

Deshalb ist es von Vorteil, wenn wir uns daran gewöhnen, unsere Gedanken zu kontrollieren und uns dabei erwischen, wenn diese nicht zu unserem Vorteil sind.

Gedanken sind Energie, die wir als solche nicht gleich erkennen wie z.B. Elektrizität. Man kann sie nicht sehen, sie ist aber naturgemäß vorhanden. So verhält es sich auch mit unseren Gedanken.

Wir können diese in verschiedene Bahnen lenken. Besser ist es, wenn diese Datenautobahnen im Gehirn zu etwas Positivem geleitet werden. Dann ist es einfacher weiterzukommen und mehr davon anzuziehen.

Erfolgreiche Menschen konzentrieren sich vor allem auf das, was sie zu ihrem geplanten Ziel bringen kann. Unterwegs können sie manchmal scheitern, geben aber nicht auf und erreichen dann irgendwann ihren Bestimmungsort.

In solchen Fällen ist wenig Platz für eine innere Leere, denn man ist ja ausgefüllt mit allerlei Einfällen und Anregungen, die es zu verfolgen gilt.

Wir sind nicht in der Lage, uns gleichzeitig mit zwei gegensätzliche Gedanken zu beschäftigen. Also ist es doch besser, auf der Hut zu sein, um zu überprüfen, was da so durch unseren Kopf vorbeizieht.

Besser, wir hängen uns nicht an den tief düsteren Gedanken an, sondern lassen ihn vorbeiziehen und rufen geistig das auf, was uns in eine wohltuende Richtung bringt.

Das ist nicht immer so leicht, aber es hilft nicht, wir können nur mit lebensbejahenden Vorstellungen aus unserer inneren Leere herauskommen.