Negative Gedanken stoppen

Negative Gedanken kommen immer wieder während des Tages, selbst wenn du dich morgens fröhlich aus dem Bett schwingst.

Die Ursachen dafür sind eigentlich schnell ausgemacht. Du weißt ja, dass während des Tages 60 – 70 Tausend Gedanken wie Wolken durch deinen Kopf jagen.

Wenn du dich dann an negative Wolken-Gedanken anhängst, dann bist du schon in der Falle. Oder wenn etwas schiefgeht, was du gerade machst oder dir jemand erzählt, dann schießen sofort ähnliche Beispiele in deinen Kopf.

Das ist nicht weiter schlimm, wenn du dich diesen nicht anhaftest, wie es im Buddhismus heißt. Lass dich von diesen Gedanken nicht triggern und wende dich möglichst schnell einer anderen Aufmerksamkeit zu.

Gedankenkontrolle hilft weiter

Es ist ratsam, Übungen zur Gedankenkontrolle während der Tagesstunden vorzunehmen, damit du deine negativen Gedanken erwischt und kein Interesse zeigst.

Wir sind Herr unserer Gedanken, wir sind ja frei, zu denken, was wir wollen. Also, warum nicht überprüfen, was da so durch unseren Kopf läuft.

Negative Gedanken tun uns nicht gut. Wenn man sich richtig in ihnen suhlt, dann kommen nach einiger Zeit körperliche Hinweise, die uns darauf aufmerksam machen.

Völlig abstellen lässt sich das negative Denken nicht. Es zeigt uns vielleicht etwas an, das wir beachten sollten. Das ist völlig in Ordnung. Nur verfallen dürfen wir solchen Gedankenkonstrukten nicht.

Das kann eine Abwärtsspirale nach sich ziehen, und wir haben möglicherweise keine liebenswerten Stunden. Entziehe deinen negativen Gedanken die Aufmerksamkeit.

negative gedanken

negative Gedanken stoppen bei heftigen Erlebnissen

Dich ruft jemand an, um dir sein persönliches Drama zu erzählen, das er oder sie schon seit Jahren mit sich herumtragen und nicht davon ablassen.

Du wirst da in etwas hineingezogen, dass sich immer und immer wiederholt. Da sich dieser Mensch einfach nur darauf verlassen will, dass du ihm ununterbrochen wieder helfen wirst.

Er aber verändert seine Lebensweise überhaupt nicht und kommt deshalb grundsätzlich in große Schwierigkeiten. Du weißt nicht, wie du dich da verhalten solltest.

Einerseits möchtest du diesem lieben Menschen helfen, weil er dir sehr nahe steht. Andererseits ändert sich grundsätzlich nie sein Verhalten.

Das führt dazu, dass du selbst in ein unendliches negatives Gedankenkarussell geraten kannst und da nicht so einfach wieder herauskommst.

Alles Mögliche, was passieren könnte, schwirrt dir durch den Kopf, denn du hast es schon lange Zeit so erlebt. Du bist im Moment nicht in der Lage, dich von deinen Befürchtungen zu befreien.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dieser Mensch, so lieb du ihn auch hast, sein eigenes Drama nicht erkennt und auch nicht in eine positive Richtung verändern will. Er lehnt jede Hilfe, die in Eigenverantwortung führen muss, ab.

Das ist eine Situation, bei der du deine negativen Gedanken so schnell nicht mehr loswirst, obwohl sie dich tatsächlich selbst nicht betreffen. Aber du fühlst dich verantwortlich, weil du in enger Verbindung mit diesem Menschen stehst.

Du hast ihn immer wieder darauf angesprochen, dass er doch fachmännische Hilfe in Anspruch nehmen möge, um sein Verhalten in eine lebenswerte Weise zu verändern. Was er aber nicht will oder nicht kann.

Irgendwann kommt jedoch für dich der Zeitpunkt, wo du erkennst, dass es keinen Sinn für dich macht, in diesem Drama seines Lebens zur Verfügung zu stehen.

Es bleiben für dich dann nur die negativen Gedanken in deinem Kopf übrig, die du nicht mehr so einfach loswirst. In dieser Situation kannst du weder dir selbst, noch anderen helfen.

Negative Gedanken ergeben sich aus Tages-Situationen. Sie finden sofort in deinem unbewussten Lagerbestand (gespeicherte Geschehnisse oder Impressionen) andere passende Beispiele. Davon haben wir ja genug in der Vergangenheit eingelagert.

Die Lösung: negative Gedanken loswerden:

Wir erkennen, was sich da in unserem Innern tut. Wenn wir zwischen Realität und Gedankenkonstrukt unterscheiden können, dann sind wir auf einem guten Weg.

Dafür sollten wir erst einmal uns still hinsetzen und den jetzigen Moment analysieren. Dann stellen wir sicherlich fest, dass es tatsächlich nichts Reales gibt, dass uns in diesem Moment Schaden zufügt.

Mit Atemübungen beruhigt man seine aufgewühlten Gedanken.

  • Setze dich bequem und still hin, mit den Füßen auf dem Boden,
  • atme nun tief ein und zähle bis vier,
  • dann den Atem halten, ebenfalls bis vier zählen,
  • langsam wieder ausatmen.

Indem du dich voll auf deinen Atem konzentrierst und ihn beobachtest, haben die negativen Gedanken keinen Raum in dir. Bei dieser Übung bist du im gegenwärtigen Moment.

Danach kannst du in Ruhe die Situation überprüfen. Kannst du in diesem Fall wirklich helfen, dann tue es. Wenn es sich aber um stetige Wiederholungen handelt, wo sich keine Besserung eingestellt hat, dann ziehe dich aus der Sache zurück.

Das hört sich hart an. Es hat aber wenig Sinn, immer wieder dieselben Dinge zu tun, die zu keiner Veränderung und Verbesserung führen.

Du selbst fühlst dich immer schlechter und kommst aus der negativen Energie nicht mehr so einfach heraus. Die negativen Gedanken bestimmen deinen Alltag, du übernimmst praktisch das Drama eines anderen Menschen.

Positiv denken kehrt das Negative um

negative gedanken in positive verwandeln

Wenn du dich selbst in einem seelischen Tief befindest, kannst du keinem anderen helfen, aus seinem negativen Denken herauszukommen.

Es ist, wie das Beispiel über die Sicherheitsmaßnahmen bei einem Flug zeigen, dass du zuerst deine Sauerstoffmaske anlegen musst, damit du in der Lage bist, deinem Sitznachbarn hierbei zu helfen.

Wer selbst in einer prekären Situation ist, kann aus dieser heraus keine Hilfe für andere sein. Deshalb überprüfe in Ruhe den tatsächlichen Sachverhalt, mit dem man dich konfrontiert und falle nicht in Angst und Schrecken.

Eine Lösung kann es nicht auf der Ebene des Problems geben. Wenn uns auf einem Radiosender die Musik oder die Nachrichten nicht gefallen, dann schalten wir um auf eine andere Frequenz.

Das ist mit dem Denken nichts anderes. Erst wenn wir aufhören, uns mit den negativen Gedanken zu beschäftigen, können wir Raum für etwas Besseres schaffen.

Zwei gegensätzliche Gedanken kann man nicht zur gleichen Zeit im Kopf haben. Warum also nicht erst einmal tief Luft holen und in eine andere Richtung schauen.

Zu sagen, das geht nicht, ist eine Ausrede. Es geht natürlich, man muss es nur tun. Alles, was wir verändern wollen, bringt nichts, wenn wir es nur denken. Wir müssen auch handeln.