Spirituell sein, was bedeutet das?

Spirituell sein, was bedeutet das? Man kann es damit erklären, dass die Menschen nach mehr suchen als anscheinend sichtbar ist.

Spirituell bedeutet, sein Leben auf eine höhere Wirklichkeit auszurichten und sich bewusst zu machen, dass hinter allem eine höhere spirituelle Wirklichkeit ist.

Spiritualität bedeutet das Streben nach mehr, ohne dabei zu vernichten. Spirituell sein bedeutet, im Alltag die Aufgaben voll und ganz zu bewältigen. Sich darum zu kümmern, was im jeweiligen Moment zu tun ist.

Was ist das spirituelle Erwachen

Menschen, von denen man sagt, dass sie spirituell erwacht sind, erkennt man daran, dass sie mit sich und der Welt im Reinen sind. Sie lassen sich nicht so einfach von äußeren Gegebenheiten beeinflussen.

Wie schon Buddha sagte, ist das “Atmen” ein wesentlicher Teil, um sich von Anhaftungen zu befreien und ganz im Hier und Jetzt zu sein.

Spiritualität kommt aus dem lateinischen Spiritus, was „Geist“ oder „Hauch“ bedeutet. Spiro bedeutet „ich atme”. Während man also bewusst atmet, ist man geistig verbunden mit seinem wahren Selbst.

Man kann nicht gleichzeitig zerstörerischen Gedanken nachhängen und sich auf das Atmen konzentrieren. Mit Achtsamkeit atmen bedeutet schon Meditation. Dafür bedarf es eigentlich keiner weiteren Techniken.

Spirituelle Menschen verstehen

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Du erkennst spirituelle Menschen an ihrem Umgang mit anderen. Sie vermeiden es, alles und jedes zu beurteilen und zu bewerten.

Sie haben erkannt, dass jedes Individuum ein eigenständiges Wesen ist, das man nicht einfach in Schubladen steckt.

Sie drängen keinem anderen ihre Meinung auf. Sie selbst können zu bestimmten Dingen anderer Auffassung sein. Spirituelle Menschen respektieren jedoch die Meinung anderer.

Letztendlich sind Meinungen keine Wahrheiten oder Tatsachen. Sie beruhen lediglich auf vergangenen Erfahrungen. Und die sind oft ganz unterschiedlicher Art.

Jeder Mensch ist von Geburt an geprägt von seinem Umfeld, seiner Kultur und dem, was man ihm vorlebt. Deshalb kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen verschiedener Gruppen. Weil sie eine andere Basis haben.

Viele meinen, im Recht mit ihrer eigenen Auslegung des Lebens zu sein. Sie vergessen dabei, dass die anderen das ebenfalls für sich fordern. Und somit kommt es zu Konflikten.

Es geht im Leben nicht darum, als Sieger durchzugehen, sondern mit anderen und dem großen Ganzen in Harmonie zu leben. Siegen kann man nur über sich selbst, aber nicht über andere.

Es wird den Kindern aber nicht gelehrt. Sie werden damit erzogen, über andere zu siegen, also andere zu überholen. Den anderen als Verlierer dazustellen. Dieses Verhalten führt zu Konkurrenzkämpfen.

Ein Miteinander unterschiedlicher Art wäre die Lösung. Jeden zu respektieren in der Art und Weise, wie es ihm möglich ist.

Spirituelle Menschen lassen anderen ihren Raum, sich zu entfalten und bewerten und verurteilen keinen aufgrund seiner Eigenart.

Wahrhaftigkeit ist die Grundlage menschlicher Tugenden

Wahrhaftigkeit ist die innere Haltung nach Streben zur Wahrheit. Was aber ist Wahrheit?  Etwas ist wahr, wenn es mit der Welt im Einklang steht.

Wie aber findest du heraus, was mit der Welt im Einklang steht? Die Gedanken müssen erst einmal in Gefühle verwandelt werden.

Wenn sich etwas nicht gut anfühlt, dann könnte man sagen, dass es mit dem, was sein sollte, nicht in Einklang steht.

Diese Überzeugungen bedeuten jedoch nicht, dass du deine negativen Gefühle leugnest und sie tief in deinem Inneren versenkst.

Sie wollen beachtet werden, denn auch das gehört zu dir.

Zu dir und mir als Mensch gehören beide Seiten, die gelassene und die ungeduldige, die liebevolle und die ärgerliche.

Wenn du nicht schon erleuchtet bist und gleichmütig durch die Welt schwebst, hast du auch wechselbare Gefühle. Das Leben ist kein Dauerzustand der Glückseligkeit.

Wir leben in der Polarität. Es gibt immer die zwei Gegenpole, hell und dunkel, schwarz und weiß, gut und böse usw. Wir könnten das Licht ohne die Dunkelheit gar nicht erkennen.

Das Leugnen der dunklen Seiten ist nicht spirituell, im Gegenteil. Wenn du hinschaust, dann zeigt es, dass du ein Mensch bist, der mutig ist, der sich traut und sich entwickeln will.

Karten, Pendel und Heilsteine

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Es gibt Menschen, die benötigen Hilfsmittel, die ihnen eine gewisse Sicherheit geben. Sie legen die Karten oder befragen das Pendel. Sie lesen ihr Horoskop und vieles mehr. Hat das etwas mit Spiritualität zu tun?

Für manche dienen diese Dinge zur Unterstützung, den Fokus auf etwas zu richten, um nicht ihrem eigenen Gedankenfluss zu erliegen..

Manche suchen sich einen spirituellen Lehrer und halten an seinen Ausführungen blindlings fest. Da fällt mir der Spruch ein: Wer nicht selber denkt, muss das tun, was andere für ihn denken.

Sie geben Verantwortung für ihr Leben ab. Dann sind es ja andere, die die Entscheidungen treffen oder das Schicksal oder das Universum, nur nicht sie.

Es scheint mir jedoch vollkommen richtig, Informationen in Form von Büchern, Workshops oder Webinaren einzuholen, um für sich zu entscheiden, welcher Weg für einen der bessere ist.

Wenn du aber jeden Rat oder jede Biografie eines anderen für dich als den Königsweg betrachtest, gerätst du in eine Abhängigkeit seiner Ideen und Gedanken.

Wenn du dir dein Leben auf diese Weise leichter machen, indem du die unangenehmen Folgen deines Handelns auf andere schieben willst, dann ist deine Einstellung zur Spiritualität noch nicht gereift.

Vielleicht steckt aber auch Lebensangst dahinter. Dann wäre es gut, darüber nachzudenken, wie du wieder in eine ruhige und angenehme geistige Verfassung kommen kannst.

Dazu eignet sich die Meditation, die ganz einfach, ohne technische Mittel, durch das achtsame Atmen vorgenommen werden kann.

Weder die Karten noch Lehrer nehmen dir die Entscheidung für dein richtiges Tun ab. Sie sind Begleiter, Impulsgeber und Unterstützer, aber du bist immer noch der Entscheider in deinem Leben

Wenn die ethischen Grundprinzipien eingehalten werden und man guten Gewissens in den Spiegel schauen kann, weil man ein anständiges Leben führt, dann ist alles so weit in Ordnung.

Es gibt kein absolutes und allgemeingültiges Verständnis über die Definition von Spiritualität. Es scheint für jeden etwas anderes zu bedeuten und hat je nach Kulturkreis oder Religion eine andere Deutung.

Ein religiöser Mensch muss nicht notwendigerweise spirituell sein, aber ein Atheist kann es durchaus sein. Wie geht das?

Der Begriff stammt vom lateinischen spiritus, Geist, ab und bezeichnet etwas, das über die materielle und alltägliche Welt hinaus geht.

Das kann sich auf geistige Realitäten, Wahrnehmungen oder schlicht Geister genauso beziehen, wie auf Geistliches in einem religiösen Zusammenhang.

Und was ist ein spiritueller Mensch? Jemand, der eine Kraft ausstrahlt, in dessen Nähe man sich gerne aufhält, von dem Mitgefühl, Wärme und Integrität ausgeht.

Man nimmt an, dass diese Menschen etwas über das Leben verstanden haben und es einem selbst vielleicht beibringen könnten. Oder, dass man sich von ihnen Rat holen könnte. Sie scheinen mit etwas in Kontakt zu sein, von dem wir selbst gerne mehr hätten.

Warum ist der Mensch spirituell?

In früheren Kulturen waren die Menschen eng mit ihrer Umwelt verbunden. Für das Überleben war das Verständnis zur Natur und ihren Kräften absolut notwendig.

Die unerklärbaren Bereiche wurden in das Leben integriert. Sie wurden so ausgelegt, dass ausgewählte Menschen sie erklärbar machten.

Spiritualität in den Weltreligionen

Spiritualität findet in den großen Weltreligionen wie dem Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus oder Buddhismus meist in einem festgelegten Rahmen und einen klar definierten Raum statt.

Außer im Buddhismus haben sie dafür ein bestimmtes Gotteshaus oder einen Tempel geschaffen. Der Glaube definiert die Form, in der Spiritualität ausgeübt wird.

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Die Gottesdienste, Gebete oder Rituale sind vorgegeben, ebenso die spirituelle Entwicklung des Praktizierenden. Die klare Form und Struktur müssen vom Gläubigen befolgt werden.

Auch ein Mensch, der keiner Religion zugehörig ist, kann spirituell sein. Die höhere Macht, die uns führt, muss kein Gott sein.

Sie kann auch durch eine innere, leitende Stimme und die Erkenntnis einer Lebenskraft in sich zum Vorschein treten.

Und was ist nun “spirituell sein”?

Heute suchen sich die Menschen eine eigene Erklärung, die zu ihnen passt. Das ist nicht unbedingt leichter. Wir haben in den Medien eine Menge an Information über andere Religionen und Kulturen.

Wir können uns damit auseinandersetzen. Wer in der heutigen Welt als spirituell gilt, scheint etwas verstanden zu haben. Er hat es geschafft, sich in der Vielfalt der spirituellen Strömungen mehr Klarheit einzuholen.

Die Sehnsucht nach Verbundenheit ist immer die Gleiche

Wir möchten uns gerne damit verbinden, was über die alltägliche Erfahrung hinaus geht. Wir suchen ein Leitsystem,  das uns hilft, die Welt zu erkennen.

Wir möchten gern wissen, warum wir hier sind und welchen Zweck wir damit erfüllen sollen. Wir möchten uns aus der eigenen Isolation befreien und uns mit dem Großen und Ganzen verbinden.

Das scheint jedem Menschen auf der Erde ein Grundbedürfnis zu sein. Wir erkennen das überall:  in uns selbst, in der Natur, in der Kirche und allen bekannten Gotteshäusern.

Spiritualität ist also nicht abstrakt, sondern wird durch praktische, persönliche Erfahrung gewonnen. Spiritualität muss keinen logischen Wahrheitsgehalt beinhalten, denn es handelt sich nicht um gedankliche Einsichten.

Diese, jedem Menschen eigenen Erfahrungen sind nicht oder nur schwer erklärbar. Sie sind vollkommen persönlich. Was aber allen gemein ist, ist die regelmäßige spirituelle Praxis.

Probleme durch spirituelle Handlungen loswerden

Bist du schon einmal jemandem begegnet, der genau wusste, wie man alle Probleme auf einmal loswird? Und das alles natürlich nur mit seiner speziellen Technik?

Viele spirituelle Menschen glauben, dass sie ihr Leben und sich selbst mit der richtigen Technik in die richtigen Bahnen lenken können. Wenn alle Blockaden gelöst sind, ist alles Negative aus der Welt.

Um aber frei von allen menschlichen Sorgen zu sein, reicht es nicht, sich das zu wünschen und vorzustellen. Da wir nur in dem jeweiligen Moment leben, müssten wir schon so sein und es nicht nur wünschen.

Das ist eine Hürde, denn wenn wir uns unwohl und sorgen belastet fühlen, können wir uns nicht gleichzeitig in einem Hochgefühl von Glückseligkeit befinden. Das sind zwei Gegensätzlichkeiten.

Sind spirituelle Menschen immer glücklich und ausgeglichen ?

Natürlich ist es wunderbar, wenn wir uns für mehr Lebensfreude und innere Erfüllung öffnen. Doch es ist sehr anstrengend und nicht machbar, immer in einem Zustand des vollkommenen Glücks zu schweben.

Menschsein und spirituell zu sein bedeutet ja nicht, ununterbrochen in einem Glückstaumel zu leben. Dann würden wir ja auch kaum erkennen, dass es auch andere Gemütszustände gibt.

Das Erkennen der Gegensätzlichkeit in unserem Alltag macht uns erst als Mensch aus. Wir können entscheiden, welchen Weg wir einschlagen wollen.

Es gehört zu unserer eigenen Entwicklung dazu, die Dinge selbständig zu erkunden, die uns sozusagen “spirituell” werden lassen und die uns helfen, uns selbst zu erkennen.

Wie die Wellen des Ozeans geht es in unserem Leben einmal hoch und dann wieder runter. Immer oben bleiben, entspricht nicht dem Naturgesetz, das immer eine Veränderung in sich birgt.

Nichts ist in Stein gemeißelt, alles verändert sich ununterbrochen. Die Natur ist Veränderung, und wir sind Teil der Natur.

Je mehr wir das erfühlen können, umso spiritueller ist unser Leben. Das heißt, dass wir nicht nur das wahrnehmen, was im Außen passiert, sondern von innen heraus.

Alles, was sichtbar für uns ist und wir erschaffen haben, ist aus Geist entstanden. Jeder Mensch ist ein spirituelles Wesen, weil er von Natur ein Wesen des Geistes ist, das für eine Zeit einen Körper bewohnt.

Dazu ist es gut, wenn man sich selbst liebt, wertschätzt und sich nicht verurteilt. Nur dann kann er auch andere als liebevolle Menschen erkennen.

Wer sich selbst Vorwürfe für viele Fehler macht und Schuld auf sich geladen hat, der fühlt sich nicht würdig, ein Leben in Fülle zu leben.

Das ist aber gerade der wichtigste Part während einer Lebenszeit. Sich in allen Belangen reich zu fühlen, sei es für die Gesundheit, die Nahrung, das Dach über den Kopf, die Bekleidung usw.

Sich mit dem was man hat, schon wohlhabend zu fühlen, ist ein wundervolles Zwischenergebnis auf dem langen Weg zur Menschwerdung.

Wer Geld und die materiellen Dinge des Lebens abwertet und nicht dafür dankt, hält diese von sich ab, zu ihm zu kommen. Warum soll auch etwas zu dir kommen, was du nicht liebst, sondern für ein Übel erklärst?

Es ist die unbewusste Selbstverurteilung der Menschen und die hieraus resultierende Verurteilung des Nächsten und des Lebens selbst, die guten Dinge wertzuschätzen. Dadurch erschaffen wir Mangel in unserem Leben.

Wer glaubt, das Leben sei ihm gegenüber ungerecht und im Leben bekäme man nichts geschenkt, der wählt den Gegensatz zum Leben selbst und hält die Fülle des Lebens von sich ab.

Selbstverurteilung und Unbewusstsein bedeuten Mangel im Leben eines jeden Menschen.

„Spiritualität ist das Bewusstsein, dass das Leben so, wie es ist, völlig in Ordnung ist. Es muss nicht verändert oder in Ordnung gebracht werden. Es muss nur angenommen werden.