Vergleichst du dich oft mit anderen?

Vergleichst du dich oft mit anderen, ohne näher darüber nachzudenken? Es bringt dir keine Verbesserung deiner eigenen Situation. Du bist du und nicht der andere.

Sich mit anderen Menschen zu vergleichen, ist keine gute Idee. Wir alle sind ganz einzigartige Geschöpfe und deshalb von einmaliger Art. Wir sehen scheinbar gleiche Dinge mit unterschiedlicher Sichtweise.

Die Vielfalt des Lebens macht den Reichtum unserer Gesellschaft aus. Wir können daher von unseren Mitmenschen lernen, ohne dass wir uns oder den anderen geringer schätzen.

Vergleich bedeutet ja auch, dass einer sich erhöht und der andere dadurch erniedrigt wird. Durch diese Bewertung gibt es Feindseligkeiten, die zu einem unausgewogenem Leben führen.

Wenn wir durch dieses Leben gehen, indem wir alles und jeden beurteilen und bewerten, dann beeinträchtigt das die Ausgewogenheit unseres Alltages. Wir können Menschen treffen, die uns als Vorbild dienen und denen wir nacheifern könnten, wenn wir wollten.

Es kann für uns Anlass sein, etwas in unserem eigenen Leben zum Besseren zu ändern. Dennoch wird das immer unsere eigene Handschrift tragen und nie genauso sein, wie es bei anderen ist.

Bei Vergleichen zieht immer einer den Kürzeren

„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit“, mahnte schon der dänische Philosoph Søren Kierkegaard.

Wir alle sind einzigartige Wesen in dieser Welt. Jedes für sich hat einmalige Talente und Eigenschaften, die sich mit anderen ergänzen und zum Wohl der Menschen und der Umwelt dienen können.

Deshalb ist der eine nicht höher zu bewerten als der andere. Die Vielfalt an Unterschiedlichkeit bringt Schwung in die Entwicklung des Menschseins. Sich mit anderen zu vergleichen ist deshalb nicht förderlich, sondern hindert uns an unserer eigenen Entwicklung.

Vergleich bringt Unmut hervor und stört ein friedliches Nebeneinander. Neue Ideen und eine Weiterentwicklung haben nur Platz, wenn wir gemeinsam Neues aus unterschiedlichsten Perspektiven erschaffen und mit Bewährtem gut umgehen.

Wieso vergleichst du dich oft mit anderen?

Indem wir uns mit Menschen vergleichen, die in einer bestimmten Sache etwas besser sind, können wir von ihnen lernen. Eine weitere Funktion des Vergleichens ist, dass wir uns manchmal dadurch einfach besser fühlen. Wenn es uns schlecht geht, trösten wir uns damit, dass es anderen noch schlechter geht.

Das ergibt aber nicht wirklich einen Sinn. Wenn es anderen schlechter geht als uns, dann wäre es besser, wir würden dafür sorgen, dass es auch ihnen besser geht. Für den Frieden dieser Welt wäre es vorteilhafter, es gäbe keine krassen Unterschiede.

Welchen Grund sollte es für die Schöpfung geben, dass es in manchen Gegenden auf der Erde den Menschen schlechter gehen muss. Das ist von künstlich herbeigeführt und nicht der Plan für das Sein im Leben. Es ergibt nicht wirklich einen Sinn.

Differenzen zwischen den Menschen wird es jedoch immer geben, weil jeder in einer anderen Form konditioniert bzw. geprägt wurde. Die Vielfalt von unterschiedlichsten Ideen können aber eine erstaunliche Schaffung von ganz neuen Dingen hervorbringen.

Viel hat das damit zu tun, dass aufwachsende Kinder jeweils eine bestimmte Prägung vonseiten ihres Umfeldes erhalten, die nicht gut ist für andere. Und im Umkehrschluss passiert das Gleiche.

Warum solltest du dich mit anderen vergleichen?

Wenn es darum geht, dass wir uns mit anderen vergleichen, ist das ja ganz ähnlich. Wenn jemand sich mit denen vergleicht, die er für überlegen hält, also schöner, reicher, klüger und glücklicher, beeinflusst das in den allermeisten Fällen die Stimmung. Man fühlt sich dann vielleicht minderwertig oder niedergeschlagen.

Vorbilder zu haben, ist sicherlich ein möglicher Weg, um ihnen nachzueifern. Dennoch hängt es von jedem einzelnen ab, wie er seinen Lebensweg geht. Sie können als Anleitung zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit dienen. Dennoch kommen nie die gleichen Ergebnisse dabei heraus.

Das ist auch nicht weiter schlimm, wenn man sich auf seine eigenen Stärken konzentriert und diese mit seinen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpft. Sein Bestes zu geben und mit anderen zu teilen erweitert den Reichtum der Menschheit und das Sein auf der Erde.

Warum macht Vergleichen unglücklich?

Problematisch wird es allerdings, wenn wir dazu neigen, unsere Mitmenschen zu überschätzen. Machen wir unseren Selbstwert von dem Vergleich mit ihnen abhängig, schlägt uns das auf unser Gemüt. Wir fühlen uns klein und sind niedergeschlagen, weil wir in ihnen etwas sehen, was wir in uns vergeblich suchen.

Es wird immer so schön gesagt: „Wenn ich es geschafft habe, dann schaffst du das auch“. Ist das aber wirklich so? Manchmal kommen ähnliche Ergebnisse zustande, wenn man sich an Anleitungen hält, die ein anderer anbietet.

Dabei sollten wir jedoch beachten, welche Gewohnheiten wir selbst verfolgen und welche der Ratgeber. Die Voraussetzungen spielen eine Rolle, die Begeisterung für etwas Neues, das Durchhaltevermögen usw.

Warum habe ich Selbstzweifel?

Mögliche Ursachen für Selbstzweifel sind zum Beispiel: negative, traumatische Erfahrungen mit der Umwelt, Enttäuschungen und Absagen, die auf sich selbst bezogen werden. Fehlendes Vertrauen, fehlende Wertschätzung und Empathie sowie wenig oder keine Zuwendung von anderen an einen selbst.

Vergleichst du dich oft mit anderen, kannst du zu dem Ergebnis kommen, dass du besser bist oder weniger zu sein scheinst. Was bringt dir das für dein eigenes Leben? Du bist dann möglicherweise stolz auf der einen Seite und andererseits frustriert über deine Unzulänglichkeit. Das sind aber deine Gedankenkonstrukte.

Vergleichst du dich oft mit anderen, wenn es dir besser geht?

Dann hältst du dich für größer, intelligenter, gebildeter, wohlhabender und so weiter. Das lässt dich aber auf andere herunterblicken. Das ist keine gute Idee, denn es sind keine friedlichen Überlegungen. Sie blockieren sogar deine Weiterentwicklung.

Vergleichst du dich oft mit anderen, wenn es dir schlechter geht?

Auch diese Gedanken bringen dich nicht weiter. Sie hindern dich daran, deine momentanen Möglichkeiten voll auszuschöpfen und das zu tun, was du kannst.

Wenn du deinen eigenen Weg gehst und dich nicht mit anderen vergleichst, dann wirst du schrittweise in deinem Tempo das erreichen, was du als Ziel gesetzt hast. Egal, ob ein anderer schneller oder langsamer seine Absichten umsetzen kann.

Es geht doch darum, dass wir uns im Leben möglichst gut fühlen können. Dann ist es möglich, von diesem guten Gefühl anderen etwas abzugeben.